LINUX


Erfahrungsbericht SUSE Linux 10.1

Hatte mir die SUSE 10.1 bestellt, am 25.05.06 kam sie. Und damit ging der Aerger los...

z.b.:
'startx' beendet sich nicht nach dem Runterfahren des X-Servers da irgendwo ein 'tee' gestartet wird und zum Schluß stehen bleibt. Auch der 'artsd' wird explizit beim runterfahren gestartet sofern er nicht schon da war, dann wird er nämlich gekillt (unlogisch sowas). Man muss das startscript halt per CTRL-C beenden.

Forwarders werden beim Start des Netzwerks nicht in der Konfigurationsdatei des Nameservers eingetragen (obwohl in /etc/sysconfig/ konfiguriert). Damit funktioniert die ganze DNS nicht richtig wenn man nicht selbst die Rootserver bemuehen will.

Dass das Automounten von CD/DVD nun nur noch ueber KDE/GNOME funktioniert, erfaehrt man nur nebenbei. Ein kleiner Hinweis waere doch sicherlich nicht zu viel verlangt (besonders, dass diese Funktionalitaet mit dem Programm 'ivman' nachgeruestet werden kann). Der advanced Support von Novell wusste das nicht!

Drucker koennen nicht eingerichtet werden, weil die Geraetedatei (/dev/lp0) nicht vorhanden ist bzw. nicht eingerichtet wird. Einrichtung per YAST geht auch nicht.

Kleiner Nachtrag - nach einigen Tagen Probierens ging es dann, aber ich weiss nicht weshalb, haengt wahrscheinlich mit udev zusammen.

Bei Nutzung der Systemreparatur ueber den Installationspunkt "Reparieren" stuerzt das System sang- und klanglos ab.

Und dann die Sache mit den fehlenden Codecs fuer MP3, DVD, ...

Und noch was:
Das Packet Management beruht noch auf RPM, aber das ist ja nur die elementare Paketverwaltung. Das allein reicht nicht aus. In YAST (bis 10.0 ?) hast du einen Paketbrowser, der die Abhaengigkeiten der Pakete untereinander aufloest und dir dabei hilft. Du kannst Pakete anderer Anbieter ganz leicht einspielen, und ihre Abhaengigkeiten werden genauso beruecksichtigt wie die distributionseigenen. Das ist komfortable Paketverwaltung.

Ab 10.1 ist das ganz anders. Als Vewaltungstool, welches auf RPM aufsetzt, gibt es gleich drei - libzypp, zen und rug. Fremde Pakete kann man nun nicht einfach aus einer beliebigen Quelle einspielen. Die Betonung liegt dabei auf "einfach", denn einspielen geht schon noch, aber die Pakete muessen nach einem ganz bestimmten Schema incl. Hilfsdateien in einem sogen. "Repository" liegen. Ansonsten akzeptiert das System sie nicht (der Channel kann nicht eingerichtet werden). Heruntergeladene RPMs in einem Verzeichnis werden von yast nicht akzeptiert.
Da bleibt nur noch der weg zu fuss -> 'rpm -i PAKET' :-/

Es ist zum Verzweifeln.

Aber das Beste kommt jetzt:
Im Kauf der Distri ist "kostenloser" Installationssupport enthalten. Abgedruckt haben sie aber die kostenpflichtige Hotline. Wohl in der Hoffnung, dass dann der eine oder andere User da haengen bleibt. Bei der "kostenlosen"/billigen Hotline bekommst du nur Hilfe, wenn du einen Registrierungskey nennen kannst. Diesen Key bekommst du *nur* ueber das Internet auf Novells Website, wenn du dort einen Code, welcher sich innen in der Verpackung befindet, angibst, oder im Anschluss an die Installation ueber eine Aufforderung des Systems.

Also dein System welches nicht installiert werden kann, musst du booten, dich bei Novell einloggen, einen Support-account anlegen (mit 4 Passwoertern). Dann bekommst du per eMail einen Validation-code fuer die Validation deiner eMail-adresse zugeschickt. Damit musst du dich dann wieder bei Novell einloggen und deinen Account freischalten. Anschliessend sollte man dann per eMail einen Registrierungscode erhalten. Originalton der Hotline: "Man hat doch halt Windows fuer sowas."!!!

Da hab ich es halt bei der kostenpflichtigen (1,86 EUR) Hotline versucht. Zuerst kommt eine Ansage wegen der *versehentlich* falsch abgedruckten Ruf-Nr., dann eine Mitteilung dass diese Ansage kostenlos ist und erst ab einem Signalton geloehnt werden muss. Dann kommt der Signalton, dann hoerst du den Waehlversuch zu einem freien Telefon und dann in der Regel das Besetztzeichen.

Wenn sie im Minutentakt abrechnen (ueblich) zahlt man fuer jeden vergeblichen Waehlversuch 1 Minute = 1,86. Habe ca. 50 mal versucht jemanden dort zu erreichen - bis auf 2 mal vergeblich, und bei den beiden Kontakten konnten sie mir auch nicht helfen. auf der Telefonrechnung stehen dafuer jetzt ca. 130 EUR für diese nicht in Anspruch genommene Serviceleistung! Um die Erstattung dieses Betrages druecken sie sich herum :-/

Seit Novell die Fa. SUSE aufgekauft hat geht es mit der Distribution bergab. Die Ausrichtung erfolgt immer klarer in Richtung Kommerz. Logo - sie wollen Geld machen, aber so? Ich hab den Eindruck, dass Novell ein eigenes "Windows" schaffen moechte. Der User soll bald keine anderen Dinge mehr installieren koennen als das, was Novell selbst fuer ihn anbietet. Der ganze Boot- und Konfigurationsprozess wird immer aufwendiger und unuebersichtlicher damit kaum noch jemand darin eingreifen kann. Selbst der eigene "Advanced Support" kommt schon jetzt nicht mehr damit klar.

Es ist dann nur noch eine Frage der Zeit bis man fuer alles loehnen muss.

Der Erscheinungstermin der 10.1 wurde ja um einiges verschoben, weil sie Schwierigkeiten mit der Paketverwaltung hatten. Anscheinend nicht nur mit der Paketverwaltung. Diese und andere Probleme sind noch laengst nicht behoben. Die Kaeufer der 10.1 sind fuer Novell anscheinend Versuchskarnickel.

Hatte bis jetzt so gut wie immer *kleine* Schwierigkeiten bei der Installation, hing immer mit meiner Hardware zusammen. Sowas bin ich gewohnt. Aber das hier schlaegt dem Fass den Boden aus. Der Support ist zum Kotzen! Und den ganzen Mist mit libzypp, zen und rug koennen sie sich sonstwohin ..., das haette man auch anders machen koennen.

Hab der SUSE von 5.1 bis jetzt die Treue gehalten, aber nun is schluss! Am liebsten wuerde ich den ganzen Mist loeschen und zurueckschicken.


Erfahrungsbericht openSUSE Linux 10.3

Wider erwarten - die openSUSE 10.3 funktioniert wunderbar :-) Von der c't-DVD gestartet - SUPER! Das Update-System ist toll. Habe sie nun seit Erscheinen in betrieb und bis auf Kleinigkeiten und die Sache mit den Repositories bin ich zufrieden. Werde nun doch bei dieser Distri bleiben.


Erfahrungsbericht openSUSE Linux 11.1

Auch die openSUSE 11.1 funktioniert anstandslos. Ebenfalls von einer c't-DVD. Das Update-System ist jetzt um Laengen besser als das der openSUSE 10.3 und funktioniert so wie man es sich wuenscht - d.h. wenn denn der Updater so funktionieren wuerde wie man es sich vorstellt:

Erstens updatet er nicht (wenn Boot in runlevel 3, dann startx) und zweitens ist das ganz gut so, da er ohne zu fragen mit brachialer Gewalt vorgeht. Wenn man z.B. ein Paket von Packman installiert hat, und es kommt ein neueres Paket von openSUSE, dann wird dieses neuere Paket installiert. Davon abhaengige andere Pakete werden einfach ohne Rueckfrage ebenfalls ausgetauscht. So steht man dann am Ende mit der Standard openSUSE-Installation da, ohne MP3-Unterstuetzung usw. Nicht zum geupdateten Paket passende andere Pakete werden u. U. sogar komplett geloescht, ohne dass der User auch nur irgendetwas davon erfaehrt!

Dann -
Unter KDE koennen die Icons des Desktop nicht verschoben werden! Abhilfe kann man durch Einrichten eines eigenen Desktop schaffen. Leider sind dann aber die haesslichen Endungen der Files auch auf dem Desktop sichtbar.

Waehrend des Betriebs vergisst das System immer wieder die USB-Webcam und deren Micro (UVC-device).


Erfahrungsbericht openSUSE Linux 11.3

Die Installation auf einem Netbook verlief reibungslos. Jedenfalls bis zum ersten Boot. Ich starte das System immer im Runlevel 3. Dann starte ich manuell X (mit 'startx'). Hatte extra im Bootmanager fuer den Kernel die Bildschirmausgabe als normale VGA angegeben (vga=normal). Aber - welche Ueberraschung, der Kernel bootet zwar mit dieser Einstellung der GraKa, aber nach 5 Sekunden schaltet er per KMS in die hoechste Aufloesung um, das wars dann mit dem VGA-Modus. Nun brauche ich eine Lupe um die Buchstaben auf der Konsole lesen zu koennen. Hilfreich waere eine Erklaerung gewesen, dass man dies mit einem groesseren charset abaendern kann (in /etc/sysconfig/console).

Das defaultmaessig eingeschaltete Kernel-Mode-Setting ist unerlaesslich um die Hardware (des Netbook) korrekt anzusprechen!

Leider liegt nun dieser Distribution Amarok in der neuen Version vor. Die alte Version hat mir persoenlich besser gefallen. An dieser neuen Version ist mir das ungwoehnliche Startverhalten aufgefallen. Nach dem Start der Anwendung passiert erst einmal 30 Sekunden lang nichts, dann erlischt die Startanzeige. Jeder denkt, der Start von Amarok hat nicht funktioniert, aber NEIN, man muss nun ca. weitere 30 Sekunden warten, dann oeffnet sich das Programmfenster.
Eine ganze Minute zum Starten des Players, das kann ich wirklich nicht als Verbesserung ansehen!
Kleiner Nachtrag - diese lange Startzeit wird nur benoetigt, wenn Amarok eine lange Playliste beim Starten laden muss (z. B. eine Playliste mit 3000 Eintraegen).

Erfreulich ist, dass Kaffeine jetzt endlich FLVs hintereinander abspielen kann ohne ins Stolpern zu kommen.


Erfahrungsbericht openSUSE Linux 11.4

Die Installation auf einem Netbook verlief reibungslos. Aber auch hier muss wieder ein groesserer Font installiert werden (in /etc/sysconfig/console).

Das defaultmaessig eingeschaltete Kernel-Mode-Setting ist auch hier unerlaesslich um die Hardware (des Netbook) korrekt anzusprechen!

Ansonsten laeuft diese Version so wie sie soll. Erfreulich ist, dass Amarok jetzt endlich auch wieder eine Queue verwalten kann.


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Zuletzt geaendert: 15.09.11

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